Emergency Numbers in Germany: 112 vs 116 117 Explained

Health
Jul 4, 2026
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9 min read at B1
By Editorial Team

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B1 Focus

Understanding the roles of different healthcare facilities and avoiding unnecessary costs.

Grammar Topics

Subordinate clauses (dass, weil, wenn)Relative clausesConditional clauses
Gentian stand in der kleinen KĂŒche und starrte auf die offene Pizzaschachtel. Der Geruch von kaltem KĂ€se lag schwer im Raum. Irgendwo unter dem Schrank klebte ein KrĂŒmel; er war jetzt fast ein Teil der Einrichtung. Die KĂŒche fĂŒhlte sich an wie ein Raum, der nur funktionierte, aber nichts zurĂŒckgab. Er wollte die Schachtel einfach nur wegwerfen. Als er sich nach vorne beugte, zog sich plötzlich etwas in seinem RĂŒcken zusammen. Hart. Scharf. Er verlor die Luft und fiel seitlich auf den Boden. „Schade
“, presste er hervor. Sein Atem ging stoßweise, warm auf den kalten Fliesen. Ein dĂŒnner Schweißfilm bildete sich auf seiner Stirn und tropfte auf den Boden. Er versuchte aufzustehen, aber der Schmerz schoss sofort wieder hoch. Sein Smartphone lag auf der Arbeitsplatte, kaum einen Meter entfernt – und trotzdem unerreichbar. Nicht jetzt. Nicht jetzt. Er streckte den Arm aus. Seine Finger zitterten. Seine HandflĂ€che rutschte ĂŒber den Boden. Zentimeter fĂŒr Zentimeter zog er das Handy zu sich. Der Bildschirm leuchtete auf. 112 Und dann brach der „GedankenlĂ€rm“ los – kurz, hart, unkontrolliert. „112... Soll ich anrufen? Was, wenn es nur eine einfache Zerrung ist? Was, wenn der Krankenwagen kommt und sie sauer werden, so nach dem Motto: ‚Haben Sie uns wirklich deswegen angerufen?‘ Was, wenn die Nachbarn es sehen? Wer entscheidet ĂŒberhaupt, was ein Notfall ist? Vielleicht muss ich mich nur kurz hinlegen...“ Mit zitternden Fingern wĂ€hlte er Max’ Nummer. „Gentian? Was ist los? Warum atmest du so?“, fragte Max sofort. Seine Stimme war hoch und nervös. „Mein RĂŒcken... ich liege auf dem Boden... ich komme kaum hoch“, brachte Gentian hervor. Seine Stimme kratzte, als wĂŒrde jeder Atemzug brennen. „Was?! Seit wann? Warum sagst du nicht frĂŒher Bescheid?“, rief Max. Man hörte Schritte – schnelle, unruhige. „Verdammt... kannst du die Beine bewegen?“ Gentian nickte, obwohl Max es nicht sehen konnte. „Ja... aber es tut weh. Und ich weiß nicht, ob ich die 112 anrufen soll.“ „Oh, Mann! 112 ist das volle Programm!“, rief Max. „Blaulicht, ein Team, alles. Das brauchst du nicht.“ Man hörte ein Rascheln, als wĂŒrde Max sich durch die Haare fahren. „Hör zu: Ruf die... warte mal... 116... oder war es 117? Mist, ich... nein, warte: 116 117. Ja, genau. 116 117. Ich habe die Nummer selbst mal gebraucht.“ Gentian schloss die Augen. „116... was?“ „116 117! Tipp es ein. Jetzt. Bevor du wieder irgendetwas anderes versuchst.“ Gentian beendete das GesprĂ€ch und tippte langsam die Nummer ein. 1-1-6-1-1-7. Die Stimme am anderen Ende war ruhig und professionell. Sie stellte Fragen, die er beantworten konnte, ohne sich zu bewegen. „Wir schicken jemanden zu Ihnen, Herr Gentian. Bitte bleiben Sie liegen. Es kann etwas dauern.“ Dann wurde es still. Die Minuten dehnten sich. Sein Atem war flach. Ein Auto fuhr draußen vorbei, dann noch eins. Irgendwo im Haus lief jemand die Treppe hinunter. Die Uhr in der KĂŒche tickte – laut, mechanisch, unbarmherzig. Er versuchte, nicht auf die Uhr zu sehen. Er sah trotzdem hin. Er versuchte, seine Position zu Ă€ndern, aber sein RĂŒcken zog sich sofort wieder zusammen. Ein leises Stöhnen entwich ihm. Die Fliesen unter seiner Wange fĂŒhlten sich immer kĂ€lter an. Die Wohnung wirkte grĂ¶ĂŸer als sonst – und gleichzeitig leerer. Nach einer langen, zĂ€hen Zeit – vielleicht zwei Stunden – hörte er Schritte im Treppenhaus. Dann ein Klingeln. Er schleppte sich zur TĂŒr, seine FingernĂ€gel kratzten ĂŒber das Holz, nur um das Schloss zu drehen, bevor er wieder zusammenbrach. Wenig spĂ€ter kniete der Arzt neben ihm. Keine Sirenen, kein Drama – nur ruhige HĂ€nde, die wussten, wohin sie greifen mussten. Die Spritze wirkte schnell, und Gentian konnte sich wieder bewegen. Vorsichtig, aber stabil. SpĂ€ter, auf dem Sofa, legte er seine Krankenkassenkarte auf den Tisch. Seine Finger ruhten kurz darauf, warm auf dem kĂŒhlen Plastik. Es war nur ein Name und eine Nummer, eingeprĂ€gt auf blau-weißem Kunststoff. Aber in diesem Moment fĂŒhlte es sich an wie ein Anker, der ihn am Boden hielt, damit er nicht lĂ€nger im Unbekannten trieb. Er atmete tief ein. Der Schmerz im RĂŒcken war nur noch ein dumpfes Echo. Er stand langsam auf, ging in die KĂŒche, hob die Pizzaschachtel auf – und warf sie in die richtige Tonne. Gelbe Tonne. NatĂŒrlich.

Quick Tip

An 'emergency' for 112 is life-threatening; an 'urgent case' for 116117 requires medical help, but can wait a few hours and is not life-threatening. Knowing this helps you choose the correct service and avoid unnecessary costs.

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