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Krankschreibung in Deutschland: Der "Gelber Schein" erklärt

Gesundheit
8. Aug. 2026
🤒 Verwirrt & Erleichtert
4 min read at A2
By Editorial Team

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A2 Focus

Den Prozess des Arztbesuchs und der Krankmeldung erklären.

Grammar Topics

Perfekt und Präteritum im Wechsel.Trennbar Verben: anrufen, aufwachen, ausruhen.Konjunktionen: weil, dass, wenn.
Samir wachte mit schrecklichen Kopfschmerzen auf. Sein ganzer Körper tat weh. Er hatte sich eine starke Erkältung eingefangen. Er schrieb sofort seinem Manager: "Ich bin heute krank und bleibe im Bett." Die Antwort kam prompt: "Gute Besserung! Wenn du am Mittwoch noch krank bist, brauche ich die eAU." Samir runzelte die Stirn. 'eAU? Was bedeutet das?', dachte er. Er suchte im Internet. "Elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung". Ein sehr langes deutsches Wort. Am Mittwochmorgen fühlte er sich nicht besser. Er rief bei einer Arztpraxis in der Nähe an. Die Rezeptionistin klang gestresst: "Haben Sie einen Termin? Nein? Dann kommen Sie sofort, aber bringen Sie Wartezeit mit. Und vergessen Sie Ihre Versichertenkarte nicht!" Samir schleppte sich zur Praxis. Er gab seine Karte ab und setzte sich ins Wartezimmer. Fast zwei Stunden saß er dort. Jeder hustete oder schniefte. Endlich rief ihn der Arzt auf. "Guten Morgen. Was fehlt Ihnen?" "Alles tut weh. Ich habe Fieber und huste", erklärte Samir müde. Der Arzt horchte ihn ab. "Ein harter Virus. Sie müssen sich ausruhen. Ich schreibe Sie bis Ende der Woche krank. Die Meldung geht elektronisch an Ihre Krankenkasse. Ihr Arbeitgeber kann sie dann abrufen." Samir war verwirrt. "Ich muss meinem Chef kein Papier geben?" "Nein, das Papier, den 'Gelben Schein', gibt es für den Arbeitgeber meistens nicht mehr. Es ist jetzt digital", erklärte der Arzt. "Gehen Sie nach Hause und trinken Sie viel Tee." Samir ging ins Bett. Die deutsche Bürokratie war anstrengend, aber zumindest dieses Mal war sie modern.

Quick Tip

Die AU (Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung) ist jetzt meistens digital und geht direkt vom Arzt zur Krankenkasse.

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